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06.09.2016

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Moskito Bulletin

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< E I L M E L D U N G > endgültiges "Aus" Investorenprozess gescheitert - lesen Sie mehr hier...

Moskito-Restauration

Sie finden hier Ausschnitte der alten Webseite welche von 2007 bis 2014 online war. Die Artikel umfassen Informationen rund um die Restaurierung des robbe-Schlüter Moskito.
Es wird weiterhin daran gearbeitet, diesen Bereich zu erweitern oder gegebenenfalls zu aktualisieren. Haben Sie Fragen oder besondere Anregungen, teilen Sie uns dies bitte in unserer
Mediapage mit oder senden ein email an die Direktion.


1992           2012

20 Jahre Jubiläum
Moskito Modellhubschrauber von Robbe-Schlüter
vom Moskito Basic bis zum Moskito XXL


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Passende Modellmotoren Treibstoffe für den Moskito ?

Wer die Wahl hat, hat auch die Qual lautet ein altes Sprichwort. Und in der Tat ist es nicht sonderlich einfach den Überblick vieler Anbieter des Glühzündertreibstoffes zu bewahren. Warum eigentlich?

Im Grunde bieten doch alle den selben bunten Sprudel an oder? Wenn man sich mit der Materie des Methanol, Nitromenthan und Syntetiköl ein wenig näher auseinander setzt kommt man rasch hinter das Geheimnis. Um es auf den Punkt zu bringen, Methanol als auch Nitromenthan gibt es in verschiedenen Güte oder besser gesagt Reinheitsklassen. Diese Güte der Herstellung hat natürlich ihren Preis und dieser ist wieder ein Entscheidungsfaktor des Käufers aber auch des Herstellers.

Nun kann man sich aber getrost sicher sein, dass nicht der teuerste Treibstoff auch der beste ist. Damit bleibt nun wieder die Frage offen, welcher Treibstoff für meinen Moskito-Motor tatsächlich der beste ist.
Als erstes ist der verwendete Motorentyp als wesentlichstes Merkmal zu nennen. Anhand dieser Erkenntnis kann man bereits eingrenzen welches Mischungsverhältnis vorteilhaft ist. Der Irrglaube Heli's müssen mit 17% und mehr an Nitroanteil betrieben werden ist völlig absurd.
Ganz im Gegenteil, schon mit 5% Nitroanteil fliegt man ohne Probleme mit einer akzeptablen Kopfdrehzahl. Wer seinen Motor halbwegs richtig einstellen kann, wird über 30% Nitroanteil nur schmunzeln können. 

Warum nun der Hohe Nitroanteil? Sie wollen es wissen? Geschäftssache, reine Geschäftssache...
Der hohe Anteil bringt natürlich ein mehr an Leistung, aber gleichzeitig auch ein mehr an Verschleiß. Der Treibstoff wird erheblich teurer und oben drein ist die Nuance eines Einstellungsfehlers der sichere Tod des Motors und, wenn Sie die Autorotation noch nicht beherrschen, auch der Ihres antiken Moskito.
In jedem Fall aber leidet der Motor unter hohem Nitromanthananteil und verwirkt seine Lebensdauer nahezu in doppeltem, bei 30% und mehr Prozent sogar in dreifachem Zeitraum.

Wozu also nach einigen Tankfüllungen schon mit der Autorotation zu üben beginnen, wenn man doch auch auf der sicheren Seite fliegen kann. Jetzt werden Sie sich sicher fragen, und welchen Sprit empfiehlt der Mann?
Ich empfehle Ihnen keine Marke, sondern die Mischung. 5-10% max. Nitromenthananteil, 16-18% Syntetiköl und eventuell das eine oder andere Prozent an Additiven. Der Rest verbleibt dann rechnerisch für das Methanol.

Wenn Sie dann noch die Reinheitsklassen der jeweiligen Hersteller unter die Lupe nehmen, werden Sie rasch die richtige Wahl getroffen haben, davon bin ich fest überzeugt.

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Die Tank's der Moskitos

Die Moskitos hatten zwei unterschiedliche Kraftstoffvorratsbehälter in ihren Bausätzen beigelegt. Die ursprüngliche Variante war ab 1993 mit einem 330ml Tank versehen. Dadurch alle Tank's rechtsseitig aus der Mechanik ragten, waren die dazu gehörigen Kabinenhauben entsprechend ihrer Ausnehmungen angepasst. 

Schon im Jahre 1996, als der XXL auf den Markt kam, erweiterte man das Tankvolumen von 330ml auf 430ml. Dies war darauf zurück zu führen, dass ein günstiger 7,5cm³ Motor weit weniger Treibstoff verbrauchte als ein modernes Hochleistungstriebwerk wie z.B. den Novarossi 5.50H.

Mit den kleinen Tank's konnte man im Cruisemodus in etwa 12 Minuten dahin düsen, während stärkere Motoren schon nach nur 7-8 Minuten den Tank leer gesoffen hatten. Robbe wusste das eine reguläre Flugzeit von 10 Minuten nicht nur Standard sein sollte, sondern von allen anderen Anbietern am Markt auch problemlos eingehalten werden konnte. So kam schon 1996 der 430ml Tank beim XXL zum Einsatz. Diese Änderung bzw. Variante ist allerdings auch als ein sehr gut sichtbares Zeichen für etwaige Manipulationen am Modell zu deuten.

Ein Beispiel dazu: 

Wir kennen doch alle die immer öfter erwähnte Textzeile in einschlägigen Auktionshäusern, "Kann nicht zurück genommen werden, wie gesehen ohne Garantie da von privat verkauft!" u.s.w.
Der Verkäufer preist sein Modell absturzfrei und unbeschadet an. Was nun viele nicht wissen, sind die Modelldetails die auf den Bildern zu erkennen sind.

Das rechte Bild unterscheidet sich vom linken durch welchen Fehler?

Der Moskito Basic wurde bis 1998 mit einem 330ml Tank ausgeliefert. Erst nach 1998 wurde auch beim Basic das Tankvolumen auf 430ml erhöht. Das linke Bild zeigt den Moskito Basic original wie er bis mitte 1998 produziert und verkauft wurde. Das rechte Bild zeigt nun eine ab 1998 produzierte Kabine, jedoch auf einer davor verkauften Mechanik. Die Annahme, das der Verkäufer den Tank zurück auf die kleineren 330ml wechseln musste kann so gut wie in jedem Fall ausgeschlossen werden.

Was ist also mit der eigentlichen originalen Kabinenhaube geschehen? Ist der Heli im rechten Bild etwa doch schon einmal gecrasht worden?

Neben dem XXL erhielt der Sport, der Sport II und der Conquest den größeren 430ml Tank. Daher sind alle Modelle welche 330ml Tank's haben, mit Ausnahme des XXL, vor 1998 produziert worden.  
   

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Stabilisierungshilfen

Das Thema Stabilisierungshilfen bzw. Kreisel oder auch Gyro genannt ist ein relativ weitreichendes Kapitel. Ich möchte hier keineswegs auf Einzelheiten moderner Kreisel eingehen und halte es daher für angebracht, ausschließlich über die damalig erhältlichen Hilfsmittel zu berichten.

Wie der Name schon sagt, handelt es sich tatsächlich über ein Kreisel welches mittels Elektromotor angetrieben zur Rotation gebracht wird und zwischen Empfänger und Heckrotorservo geschaltet wird.

Wird der Kreisel um die senkrechte Achse bewegt, ergibt dies eine Winkelverschiebung zwischen dem Kreisel und den darin befindlichen Hallelementen. Diese Winkelverschiebung wird nun in einem Steuerimpuls aufbereitet und dem Heckrotorservo zugeführt. Die daraus resultierenden Heckrotorkorrekturen geschehen so schnell, dass sie oftmals vom Piloten nicht wahrgenommen werden.

Es gibt da dieses typische surren des rotierenden Kreisel, welches nach einschalten der Fernsteuerung kontinuierlich wahrgenommen wird. Früher scherzte ich öfter gerne; "Wenn ich das Kreisel hören kann, dann scheint der Motor noch nicht angesprungen zu sein..."

In den frühen 90er Jahren gab es zwei Grundtypen von Kreisel. Die eine war manuell bzw. ohne Ausblendfunktion am Markt verbreitet, wie z.B. das Futaba G154 Standard. Die andere Variante war über einen Zusatzkanal direkt vom Sender aus regulierbar, wie z.B. das Futaba G153BB Linear.

In beiden Fällen muss man aber sagen, dass diese Kreisel mit der Leistung heutiger Gyros nicht annähernd vergleichbar sind. Dennoch boten aber auch diese alten Gyros ein akzeptables Grundmaß an Stabilisierung, womit ich heute noch mehrere Moskito Modelle damit fliege. Wobei ich "fliegen" mit einfachen Rundflügen bezeichne und keineswegs mit allseits bekannten 3D "gehopse" in Ameisenkniehöhe vergleiche.

 

Ein rasanter Rückflug mit dem Heckrotor voran ist mit diesen Kreiseln nicht zu machen gewesen. Schon kurz nach der ersten Pendelbewegung driftete das Kreisel aus und der Heli drehte sich einfach im Rückwärtsflug um.

Die beiden genannten Kreisel waren von 1987 bis 2000 im Handel und wurden zig-tausendfach verkauft. Heute findet man gut erhaltene G154 Standard um weniger als 10 US-Dollar im Internet. Der Listenpreis aus 1996 war hingegen heutiger Piezokreisel mit 1698.- ATS (124.- €) vergleichbar gleich teuer.

Ab 1999 kam dann auch erstmals das Futaba Piezo Gyro G 501 auf den Markt. Dieses Kreisel hatte dann auch schon optional ein schnelles Servo auf das Gyro abgestimmt. Das Servo S9203 für Helis lieferte erstmals Stellzeiten von unter 0,083 Sekunden.

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Heckpendeln beim XXL ?

Das Thema wurde auch schon öfter in Foren erwähnt, daher habe ich mich entschlossen, dies in die Seite mit aufzunehmen...

Der XXL Moskito ist mit Sicherheit ein ganz besonderes Modell, welches aber einen technischen Fehler hatte. Robbe hatte dies später in einer Änderung beseitigt. Der Fehler liegt im Heckabtriebsgehäuse. Die ersten Serien des XXL wurden ohne Spannring (rechtes Bildteil) für die beiden Heckrotorwellenlager ausgeliefert. Die Lager bauen bei entsprechender Drehzahl Schwingungen auf und lassen die Heckrotorwelle (im Plastik gelagert) ausweichen.
Dies führt zu den ungewollten Drehbewegungen. Dazu verstärkt sich die Sache noch ungemein deswegen, weil beim XXL auch ein größerer Heckrotordurchmesser vorhanden ist.

Später hat Robbe dies durch Metall-Spannringe (linkes Bildteil) über die Lagerschalen (Kugellager) gelöst. Dann war auch das Problem verschwunden.

 

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Heckrotor Pitchbrücke des Moskito Sport II

Als ich meinen ersten Moskito Sport II fertig gebaut hatte, kam ich aus dem Staunen nicht heraus. Wie um alles in der Welt soll der Heckrotor nach rechts rum funktionieren, wenn da kaum ein Ausschlag vorhanden ist.

Nun gut, in der Trockenübung sieht das noch nicht so schlimm aus. Man stellt gemäß der Gyro GY401 Anleitung den Heckrotor bei 90° Winkel des Gyroservo aus 5° positiv. Soweit kein Problem... auch der Ausschlag scheint halbwegs normal, doch bei den ersten Startversuchen kam Verwunderung auf.
Mal ließ sich der Heli nach rechts steuern, mal nicht. Bei etwas mehr Pitch kam jedoch das völlig unerwartete. 
Der Moskito drehte recht heftig nach links weg. Trotzdem ich nach rechts korrigierte?!?

Absetzen und nachdenken. Vielleicht hat das Gyro etwas? Aber das schon ein neues Gyro schadhaft sei?
Alles noch mal von vorne Grundeinstellen, die Servoweglängen überprüfen und ganz wichtig, die Wirkrichtung des Gyro kontrollieren.

Ein neuerlicher Start stand an. Hmmm, der Motor ist auch neu, vielleicht sind die Drehmomente aufgrund des unrunden Laufes schuld. Nein, dachte ich mir später, dass kann doch nicht sein, dass das GY401 solche Momente nicht ausgleichen kann. Also los, wieder abheben und?

Nichts, der Heli hob ab und schwebte, doch als ich Pitch erhöhte,.... wahhh wieder voll nach links und nun Nasenschweben... nein wahhh der dreht Pirouetten, eine nach der andern, scheiße... absetzen aber schnell und ja nicht umkippen.

Verdammt noch einmal, nicht einmal richtig vom Boden abgehoben hätte ich beinahe den Heli umgeworfen. 
Das kann doch nicht mit rechten Dingen zu gehen. Aber wieso funkt der Heckrotor nicht richtig, ist es das Gyro, sind es meine Einstellungen, ist es das Servo?

Hier die Auflösung des Problemes:

Es ist die Pitchbrücke! Genauer gesagt, die Überlänge der Messinglaufbüchse, welche gekürzt werden muss.

Die beiden Pitchbrücken sind einige Jahre auseinander. Während die linksseitige Brücke in vollem gespritzt eine Messinglaufbüchse mit nur 8,80mm aufweist, zeigt die rechte eine Messinglaufbüchse mit 11,50mm Höhe.
Daran liegt das Problem. Die längere Büchse verhindert ein weiteres Ausschlagen des Pitch in negativ womit der Heli technisch am Limit ist und somit die Kräfte ungehindert wirken können.
So, das wäre aber nur im Sinne des rechtslaufenden Hauptrotorsystems. Bei einem linkslaufenden wäre das Problem nicht so stark gegeben, womit sich die Frage aufdrängt, ob Robbe-Schlüter in den Jahren ab 2001 den Kunden eher zu linksdrehenden Systemen bewegen wollte.
Die Abhilfe ist dann nur linksdrehend zu fliegen, womit auch hier ein bestimmter Ausschlag nach rechts geringer wäre als nach links. Anders gibt es auch die Lösung, und diese wählte ich, die Laufbüchse zu kürzen. Mindestens auf das Maß der alten Pitchbrücke.
Mit einem Schleifbock kann man dies sehr bequem herstellen. Man sollte nur darauf achten, dass man nicht zu schnell schleift, damit die später hohe Schleif-Temperatur den Spritzgussteil nicht von der Büchse entschweißt. Und zweitens, das man nicht übersieht das sich mittig der Büchse eine wichtige Nut befindet, in der später der Seegering eingesetzt wird. Wer zuviel des guten schleift kann die Pitchbrücke gleich in den Mülleimer werfen.

Die Verwendung von ein und derselben Artikelnummer zu zwei völlig unterschiedlichen Bauteilen, ist eigentlich nicht Robbe Standard, aber hier leider eindeutig ersichtlich. Wieso das von Robbe so gemacht wurde bleibt ein Rätsel. Die Änderung von der alten vollen Spritzgussbrücke auf die neue zerlegte muss so um 2000 bis 2001 erfolgt sein. Aufgrund der gleichen Artikelnummer ist dies in Preislisten nicht zu erkennen. Sehr wohl aber in den großen Haupt-Bildkatalogen, wo die neue Brücke erstmals im Katalog 2000/2001 abgebildet wurde.

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Die Übersetzungsverhältnisse der Moskitos

Basic Artnr. Zähnezahl Modul Übersetzung
1. Stufe Abtr S4093 74 1
1. Stufe Antr S4097 24 1 3,083
2. Stufe Abtr S4042 45 1
2. Stufe Antr S4221 18 1 2,500
3. Stufe Abtr S4039 12 T2,5 Riemen
3. Stufe Antr S4099 19 T2,5 Riemen 1,583
Expert Artnr. Zähnezahl Modul Übersetzung
1. Stufe Abtr S4093 74 1
1. Stufe Antr S4097 24 1 3,083
2. Stufe Abtr S4042 45 1
2. Stufe Antr S4221 18 1 2,500
3. Stufe Abtr S4039 12 T2,5 Riemen
3. Stufe Antr S4099 19 T2,5 Riemen 1,583
XXL Artnr. Zähnezahl Modul Übersetzung
1. Stufe Abtr S4093 74 1
1. Stufe Antr S4097 24 1 3,083
2. Stufe Abtr S4042 45 1
2. Stufe Antr S4221 18 1 2,500
3. Stufe Abtr S0348/S0347 22/17 Welle
3. Stufe Antr S3704 15 Welle 1,294
Sport Artnr. Zähnezahl Modul Übersetzung
1. Stufe Abtr S4093 74 1
1. Stufe Antr S4097 24 1 3,083
2. Stufe Abtr S4042 45 1
2. Stufe Antr S4221 18 1 2,500
3. Stufe Abtr S4039 12 T2,5 Riemen
3. Stufe Antr S4099 19 T2,5 Riemen 1,583
Sport II Artnr. Zähnezahl Modul Übersetzung
1. Stufe Abtr S4093 74 1
1. Stufe Antr S10301 21 1 3,523
2. Stufe Abtr S4042 45 1
2. Stufe Antr S4221 18 1 2,500
3. Stufe Abtr S0319 20/20 Welle
3. Stufe Antr S3704 15 Welle 2,500
Conquest Artnr. Zähnezahl Modul Übersetzung
1. Stufe Abtr S4093 74 1
1. Stufe Antr S10301 21 1 3,523
2. Stufe Abtr S4042 45 1
2. Stufe Antr S4221 18 1 2,500
3. Stufe Abtr S0348/S0347 22/17 Welle
3. Stufe Antr S3704 15 Welle 1,294
Moskito Artnr. Zähnezahl Modul Übersetzung
1. Stufe Abtr S4023 72 1
1. Stufe Antr S4227 24 1 3,000
2. Stufe Abtr S4220 45 1
2. Stufe Antr S4221 18 1 2,500
3. Stufe Abtr S4239 12 T2,5 Riemen
3. Stufe Antr S4222 18 T2,5 Riemen 1,500

Die erste Stufe beinhaltet Kupplungsglocke zu Hauptzahnrad, die zweite Stufe beinhaltet Tellerrad zu Kegelrad, und die dritte Stufe beinhaltet Riemen oder Welle zu Heckrotor.

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Die Chassisgehäuse

Die Gehäusehälften der Moskitos haben allesamt verschiedene Artikelnummern, sind aber bis auf zwei wesentliche Unterschiede nahezu Ident. Da manche Gehäuseteile verschiede Bohrungen aufweisen und auch unterschiedlich hoch sind, kann es zu Problemen beim Einbau von anderen Getriebestufen sowie der Pitch und Parallelogrammsteuerung kommen. Was ähnlich Aussieht bedeutet noch nicht deswegen auch gleich zu sein.

Basic,Sport Oberteil Unterteil
S4011 S4012
Expert Oberteil Unterteil
S4031 S4030
XXL Oberteil Unterteil
S3719 S4030
Moskito Oberteil Unterteil
S4211 S4210
Sport II Oberteil Unterteil
S3910 S4012
Conquest Oberteil Unterteil
S3743 S4030
Sonic Oberteil Unterteil
S3610 S3611

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Die Hauptrotorwelle der Moskitos

Die ursprüngliche Hauptrotorwelle der Moskito's war aus Stahl gefertigt und hohl gebohrt. Sie wog ca. 57 Gramm und maß eine Gesamtlänge von 150mm mit einer Stärke von 10mm. An den beiden Anschlussenden maß sie 8mm. Sie konnte in jeder Richtung eingebaut werden, da sie an beiden Enden gleich gefertigt war. Der beidseitige Schaft maß 25mm. Später so etwa gegen 1999 entschied man sich in der Produktion zu einer vollen Welle, welche auch etwas mehr Stabilität aufwies und kleine Blattberührungen verzieh. Sie war bzw. ist heute noch (Moskito Sport II) aus Stahl gefertigt und wiegt ca. 80 Gramm. Mit Ausnahme des Moskito waren alle anderen Hauptrotorwellen einschließlich der des Sonic gleich. Sie führten die Artikelnummer S4480. Der klassische Moskito (erkennbar am Radfahrwerk) hatte als einziger unter den Moskito's eine abgeänderte Welle mit ArtNr: S4456. Die Welle war 173mm lang und nur 8mm stark.


Erstaunlich war der mehr als doppelte Preis dieser Welle. 1994 bezahlte man für die Standardwelle S4480 gerade einmal 80.- ATS während man für die um 2mm dünnere Moskitowelle S4456 187.- ATS zu bezahlen hatte. Bis 2007 stieg der Preis dieser Welle auf 18,50 € oder zurückgerechnet 254,56 ATS.

Es ist anzunehmen, dass der Ur-Moskito mit seiner 8mm Welle ein sogenannter Vorreiter war. Durch die Vervielfachung der Modellvarianten dürfte auf Grund der eher schwachen Hauptrotorwelle, die Entscheidung zur stärken 10mm Welle gefallen sein. Damit nun die Spritzgussteile nicht wieder geändert werden mussten, drehte man die 25mm langen Enden der stärkeren Wellen auf die ursprünglichen 8mm zurück.

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Der Moskito-Rotorkopf

Hier der Moskito Kopf, erkennbar durch den klassischen Steuerring und seine Scherenwippe

Hier der Moskito Basic Kopf, erkennbar durch die einfache Steuerwippe

Hier der Moskito XXL Kopf, erkennbar durch das blau eloxierte Aluzentralstück

Die oben ersichtlichen Rotorköpfe stellen die drei Grundkopftypen vor. Der klassische Rotorkopf des Moskito war nur beim Moskito (mit Radfahrwerk) vorhanden. Neben der 8mm Rotorwelle war dieser Kopf technisch völlig entgegen der üblichen Baumethode konstruiert und besaß einen durchgehenden Steuerring. Dies benötigte auch eine geänderte Taumelscheibe.

Der meistverbaute Rotorkopf war jener vom Moskito Basic. Dieser fand sich ohne Änderung bei den Modellen Expert, Sport, Sport II, Conquest und im weiteren Sinne auch beim XXL mit einer Ausnahme.
Der XXL hatte entgegen der handelsüblichen Spritzgussteile ein aus Aluminium gefrästes und gewichtsoptimiertes in blau eloxiertes Zentralstück.

Ab Mitte 1998 änderte Robbe die Rotorblattanschlüsse von 10mm auf einheitlich 12mm. Man kam damit den standardisierten Blattmaßen im Sinne der Mitbewerber und ihren Baugrößen nach. In Zeiten des Überganges wurden den Bausätzen vier Distanzscheiben (1mm stark) beigelegt um die 10mm Blätter in den 12mm Anschlüssen spielfrei verbauen zu können. Der Moskito Basic war übrigens der einzige Bausatz, welcher bis zum Produktionsschluss 10mm Holzblätter und Distanzscheiben beigelegt hatte. Beim XXL löste man die Anschlussfrage sehr elegant in dem man den Holzblättern anstelle der Holzaufleimer, Kunststoffplatten setzte.
Der XXL war ja schon 1996 am Markt erhältlich, jedoch 12mm Blattanschlüsse gab es zu dieser Zeit noch kaum.
In Anbetracht einer möglichen Tuningerweiterung durch damals sündteuere GFK-Blätter hatte der XXL schon 1996 serienmäßig 12mm Blattanschlüsse im Baussatz beigelegt.

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Der Moskito und sein Zahnriemen

Eigentlich ein Thema für ein Forum, aber gerade hier recht passend als Ergänzung im Bereich Wissen/Technik. 
Die Moskito's beinhalten je nach Baugröße verschiedene Zahnriemen und damit auch unterschiedlichen Längen. Auch gab es zwei verschiedene Arten von Riemen, welche sich nicht nur farblich sondern auch strukturell unterschieden. Hellgelbliche Riemen (Produktionszeitraum bis 1998, links) waren mit einem Nylongewebe verstärkt während die hellgrauen Riemen (Produktionszeitraum ab 1998, rechts) mit einem Stahlgewebe versehen waren.
In den Bedienungsanleitungen werden diese Zahnriemen bei einsetzen des Heckrohres und den damit verbundenen Heckrotor vorgespannt. Dies erfolgt z.B. beim Moskito Basic mit etwa dem doppelten Eigengewicht. Den Moskito am Heckrohr halten, (die Mechanik zeigt nach unten) und ein Gewicht von ca. 2-3kg vorspannen. Dann das Heckrohr fixieren.

Dies wäre nun die Anleitung aber in Natura sieht das schon etwas schwieriger aus. Wer nämlich schon einmal diese Prozedur durchlaufen hat, wird rasch feststellen das sich dabei das Heckrohr unentwegt verdreht. Ein fixieren ist dann schon eher ein kleines Kunststück. Daher habe ich eine Vorrichtung gebaut, welche auf der Werkbank mit einer Zugwaage verbunden ist. Der Moskito steht somit waagrecht am Tisch und ich ziehe auf die vorgeschriebenen 2-3kg am Heckrohr an. Dabei kann ich entsprechend zur Werkbank und der Mechanik den Heckrotor inkl. seiner Finne im Winkel von 90° ausrichten und sogar auch noch bequem fixieren.

Solche Zugwaagen bekommt in in jedem Baumarkt um wenig Geld.

Nun wurde des öfteren in Foren von einem unerwarteten plötzlichen Abreißen des Zahnriemen erzählt. Auch fiel immer wieder die Problematik mit Störungen der Sendeanlage auf. 
 
Was hat es damit auf sich?

Die Moskito Zahriemen wurden über Contitech hergestellt. Die Herstellung erfolgte bis 1998 mit einem Kunststoffgewebe und später mit feinen Stahllitzengeflechten.

Diese Geflechte sind sehr empfindlich gegen Knicke oder Verdrehungen und nehmen auch durch den ganz normalen Betrieb Schaden.

Dies ist ähnlich wie bei den Steuerriemen der KFZ-Industrie. Auch diese haben nur eine bestimmte Laufzeit und müssen gewechselt werden, da sonst ein Abriss vorprogrammiert ist.

In dem Bild links sieht man sehr deutlich (rote Pfeile) wie nach nur bereits 3 Stunden Betrieb der Zahnriemen sein Stahlgeflecht

 

öffnet und die feinen Drähtchen seitlich aus dem Riemen herausragen. Ein Indiz für den bevorstehenden Wechsel des Zahnriemen. Genau deswegen sollte der Zahnriemen regelmäßig nach etwa 1 Stunde Betrieb genau inspiziert werden um einen plötzlichen Abriss zu vermeiden. Jetzt erklärt sich auch mein Eigenbau zur Vorspannung von selbst, denn unentwegt laut Bedienungsanleitung an der Vorspannung des Zahnriemen herum zu fummeln macht damit keinen Ärger und die Spannung stimmt immer wieder perfekt.

Was passiert wenn ich den Zahnriemen nicht wechsle? Nun, vorerst gar nichts. Er wird einige Zeit weiterhin seinen Dienst tun. Doch sobald das Stahlgeflecht mehr und mehr öffnet, geht die Spannung über den Kunststoff welcher dann bei Überdehnung abreißt. Dies kann z.B. dann erfolgen, wenn man eine schnelle Drehbewegung um die Hochachse durchführt oder der Heli mit starken Seitenwinden in Schwebeposition gehalten werden soll.

Moskito Basic Zahnriemen Bezeichnung: Synchroflex T2.5 5,5x1300ST ArtNr.: S4392 (bei Robbe noch lieferbar)

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Die Heckrohre des riemengetriebenen Moskito

Die Moskito's unterschieden sich vorrangig durch ihre Baugröße. Damit verbunden waren die Heckausleger oder eben auch schlicht und einfach Heckrohre genannt, unterschiedlich lang.

Alle Heckrohre hatten eines gemeinsam. Sie waren gleich im Durchmesser, aus gleichem Material gefertigt und hatten auch alle gleiche Anschlüsse welche man leicht selbst herstellen kann. Nur die Länge war eben unterschiedlich. 

Der einheitliche Durchmesser betrug 20mm außen. Die Wandstärke betrug 1mm und das Material wird wie folgt bezeichnet:

AlMgSi 0,5 / EN AW 6060

Der Schlitz an der Chassisseite ist 3mm breit und 14mm lang. Er kann problemlos mit einem Trennschleifer hergestellt werden. Überstehende Grate nicht vergessen zu entfernen, da sich ja im inneren des Rohres der Zahnriemen bewegt. Die beiden Halbbohrungen befinden sich am anderen Ende des Rohres mit exakt 7,5mm Durchmesser. Diese kann man z.B. an einer Ständerbohrmaschine mit einem gleich großen Fräser oder eventuell mit gleichem Metallbohrer herstellen. Es sollte dabei nur darauf geachtet werden, dass Schlitz und Halbbohrung in einer Linie zueinander liegen. Siehe gekürztes Bild oben...

Dieses Material ist gut bearbeitbar in Drehen, Fräsen, Bohren., Es ist sehr gut eloxierbar. Es hat gute Beständigkeit und ist sehr gut schweißbar. Man kann solche Aluminium Rundrohre im gut sortierten Metallwarenfachmarkt beziehen. 

ACHTUNG: Nicht zu finden in Baumärkten oder Bastlergeschäften. Auch große Modellbauversandhäuser führen solche Rohre dieser Größe nicht.

Eine preisgünstige und gute Adresse aus Österreich lautet: http://www.cncshop.at/index.php?a=2186 

Die Rohrlängen der jeweiligen riemengetriebenen Modelle:

Moskito Basic:    570mm
Moskito:             660mm
Moskito Sport:    660mm
Moskito Expert:  660mm

Spezielle Tuningrohre hatte Robbe ab 1996 im Programm. Robbe bot blau eloxierte Aluminiumrundrohre mit nur
0,5mm Wandstärke für den Moskito und schwarz eloxierte für den Expert an. Die Rohre waren damit auch etwa 50% leichter im Gegensatz zu den Standardrohren. 

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Wenn Piloten aufgrund ihrer Flugkünste Material verformen

Deformierungen dieser Art zeigen wie heftig der Hauptrotor am Heckrohr anschlagen kann, wenn die Landung eher einem Absturz gleicht. Das Rohr ist von einem Basic welcher nur 450er Holzblätter montiert hatte. Der Pilot war seiner Steuerung nicht mächtig und knallte das Modell regelrecht in den Boden. Übrigens, die Landekufen und Bügel waren auch nicht mehr an vorgesehener Stelle... 

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Störungen durch den Riementrieb

Zum Thema Störungen ist folgendes zu erwähnen. Tatsächlich traten die Symptome einer Störung erst seit Verwendung der Stahllitzengeflechte in den Zahnriemen auf. Das bedeutet aber nicht das die Kunststoffriemen ohne Stahlgeflecht diese Symptome nicht aufweisen. Meistens ist die Seltsamkeit eine unerklärlichen Störung speziell an dem Heckrotor zu beobachten. Dabei beginnt der Heli wie von Geisterhand selbst am Heckrotor zu reagieren. Sichtbar wird dies durch regelrechte Ausschläge des Hecks in einmal diese und wieder andermal in die entgegengesetzte Richtung. Aber auch die Taumelscheibe bleibt manchmal von dieser Unbekannten nicht verschont. Das beunruhigt natürlich den Piloten und man sucht verzweifelt nach der Ursache. Ist etwa das Gyro defekt? Oder wird der Sender durch andere Einflüsse gestört?

Tatsächlich ist es die elektrostatische Aufladung welche mit dem Riemen über die Kunststoffmischung auf das Stahlgeflecht übertragen wird. Dieses Stahlgeflecht verstärkt die Art einer Interferenz und die plötzliche Entladung der Spannung führt zu Störungen auf der Empfangsanlage. Auch elektronische Schaltkreise bleiben von diese Interferenz nicht verschont. Sichtbar wird dies eben Zeitweise durch diese seltsamen Zuckungen am Heck oder anderen Rudermaschinen. Die Seltsamkeit erwähnte ich Eingangs deswegen, da nicht alle Riemen gleicher Bauart auch gleiche Symptome aufwiesen. Es kommt eben nur bei manchen Stahlzahnriemen vor und es scheint auch in gewisser Abhängigkeit zu der verwendeten Sender-Frequenz zu stehen.

Erst einmal zum allgemeinen Thema:

Jedes Material enthält positive und negative elektrische Ladungen, die sich normalerweise ausgleichen. Das Material ist elektrisch neutral. Bei intensivem Kontakt und anschließender Trennung oder bei Reibung werden Teile der negativen Ladungen aus einem Reibpartner herausgerissen und vom anderen aufgenommen. Durch dieses Ungleichgewicht entstehen elektrostatische Aufladungen. Einer der Reibpartner ist positiv, der andere negativ geladen.

Statisch aus dem einfachen Grund: Die Ladung verbleibt auf der Oberfläche des Körpers und erzeugt ein elektrisches Gleichspannungsfeld. Dies wird auch als „ruhende Ladung“ bezeichnet. Ein statisches elektrisches Feld ist ein Kraftfeld um eine ruhende elektrische Ladung. Es bewirkt, dass gleichnamige Ladungen abgestoßen, ungleichnamige Ladungen angezogen werden.

Dieses Feld kann mit Elektrofeldmetern gemessen werden. Die Feldstärke (E) wird in V/m (Volt / Meter) gemessen. Die statische Spannung (V) auf der Oberfläche des Objektes kann somit über den Abstand (A) des Messgerätes zum aufgeladenen Objekt berechnet werden.

Daraus ergibt sich zur Berechnung der Spannung: V = E · A

Ruhende (statische) Ladung stellt in den meisten Fällen kein Problem dar. Die Auswirkungen zeigen sich erst wenn sich die Ladung ausgleicht und durch hohe Entladeströme entsprechend negative Auswirkungen auf empfindliche Bauelemente oder den Menschen hat. Nur in sehr wenigen Fällen hat bereits das elektrische Gleichspannungsfeld eine ungewollte negative Auswirkung.

Durch schnelle elektrostatische Entladungen entstehen Störimpulse die Sender, Empfänger, Sensoren und Steuerleitungen stören. Computer- und Steuerungsanlagen können dadurch sogar außer Betrieb gesetzt oder zerstört werden. Durch entsprechende Ableitwiderstände können eventuell auftretende Entladeströme „sanft“ abgeleitet werden.
Die Auswirkungen elektrostatischer Entladung bzw. des Ausgleichsstromes ist von der Ladungsmenge
(Spannung und Kapazität) des aufgeladenen Teils abhängig.

Die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit und die Geschwindigkeit der Trennung zweier Stoffe ist für die Höhe der entstehenden Ladung entscheidend. Bei niedriger Luftfeuchte erhöht sich der Oberflächenwiderstand und die Ladung kann schlechter abfließen. Bei schneller Trennung zweier Stoffe entstehen höhere Ladungen da keine oder nur sehr kleine Rückströme fließen können.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten elektrostatische Ladung zu verhindern oder abzuleiten. Um aber eine sinn- und wirkungsvolle Lösung zu finden, muss zuerst die Entstehung dieser Aufladung geortet und die Höhe und Polarität der Ladung gemessen werden. Dazu, wie auch zur Kontrolle der ergriffenen Maßnahmen gegen elektrostatische Aufladungen, sowie zur Überwachung gewünschter Elektrostatik, sind Elektrofeldmeter bestens geeignet.

Soviel zur Theorie...., was aber bedeutet das nun für die Praxis?

Ich denke die wenigsten haben zu Hause ein Elektrofeldmeter. Von daher können wir also ausschließen, das wir den Fehler gezielt suchen können. Daher müssen wir mehrere Bereiche von möglichen Störquellen betrachten. Dazu gehören auch, schadhafte Kugel oder Wälzlager, welche Knackimpulse liefern oder meist unerkannte Metallteile, welche durch Vibrationen an anderen Metallen scheuern, schlagen oder streifen.
Dann kommen noch die möglichen schadhaften Potentiometer von Servos hinzu welche durch die Vibrationen, meist bei Nitrohelis, entsprechend fehlerhaft interferieren.

Fassen wir alle Möglichkeiten zusammen:

Statische Auf- und Entladung am Riemen

Knackimpulse durch drehende Metallteile

fehlerhafte Rudermaschinen, Potentiometer

schadhafte Kabel & Stecker

Empfangsschwierigkeiten durch hohe Isolation, Carbon-Fieberglasrümpfe ect.

Empfangsschwierigkeiten durch erhöhte Vibration

Also eine ganze Menge an Möglichkeiten, welche manchem Helifreund den Spaß an der Freud vertan haben.
Zur statischen Auf und Entladung sei gesagt. Den Riemen auf das Mindestmaß an nötiger Spannung lockern. Eventuell das Metallheckrohr mit dem Motorgehäuse über ein Kabel erden. Alle Lager auf Leichtlauf prüfen. Alle drehenden Teile gut ölen. Keinesfalls den Riemen behandeln, weder mit Öl noch mit Graphitstaub ect.

Knackimpulse ausfindig machen und beheben. Vibrationen an Gehäuse und und Führungsgestänge überprüfen.
Rudermaschinen eventuell nach Alter austauschen. Kabel und Stecker überprüfen. Eventuelle Oxidation an Steckern ermitteln und beheben.

Empfänger überprüfen und die Lage der Antenne überdenken. Empfänger weich lagern und polstern.
Wenn alle Versuche nicht fruchten mit der Verwendung eines 2,4 Ghz Empfänger von neuem beginnen. 

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Wo kann ich technische Informationen erhalten?

Ein guter Platz für Infos dazu ist das Moskito Archiv im RC-Heli Forum. Aber auch auf anderen einschlägigen Seiten findet sich oft viel Hinweismaterial über technische Lösungen oder geklärten Problemstellungen.
Wer dennoch nicht fündig wurde kann auch auf meinen Seiten die eine oder andere Antwort finden.

Teilweise gibt es auch noch auf den alten Seiten von Robbe Hinweise und Tricks zu den Moskito Modellen. Sehen Sie dazu unter unseren´m Eintrag "Links" in die Wayback Machine. Alte Einträge von 1998 bis 2015 können dort nachgesehen werden. Wie sagt man so schön;" Das Internet vergisst nicht."
Alles in allem kommt man aber nicht daran herum, einen vollständigen Katalog mit passenden Bildern und Ersatzteilnummern zu besitzen um sich ein näheres Verständnis anzueignen. Ein Bauplan sowie eine dazugehörige Ersatzteilliste ist selbstverständlich genauso wichtig. Einfacher geht es natürlich über das Internet unter der Suche "Moskito Vintage". Rasch lassen sich ganze Baupläne in PDF Format finden und gegebenenfalls auch drucken.

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MOTOREN

Wieso fliegt der Basic mit 5 - 6,5 ccm Hubraum nicht wirklich?

Diese Frage hatte sich vor vielen Jahren Lars Waegner in einem Testbericht des Magazin "Rotor" auch gestellt.
Es ist anzunehmen, dass Robbe aufgrund der Mitbewerber durch Graupner oder Vario unbedingt ein Gleichgewicht herstellen wollte, dabei aber übersah, dass der Kunde es so verstand als mit 5-6,5 ccm schweben zu können. Graupner hatte z.B. den Ergo 30 mit 5,23 ccm OS SX-H Motor welcher sehr wohl mit diesem Hubraum schwebte. Der TSK My Star 30 flog ebenfalls mit nur 5-6 ccm Hubraum jedoch gleicher Größe aber mit rund 500 Gramm weniger Gewicht.
Die Mitbewerber schliefen also keineswegs, wodurch Robbe wahrscheinlich in Konstruktions- und Argumentationsnot kam. Also einfach den Mini Hubraum aufdrucken, Augen zu und durch...

Der Moskito Basic wäre wahrscheinlich auch mit 5ccm geflogen ähnlich wie ein Flugzeug, hätte aber keineswegs eine Schwebefigur absolvieren können. Die Rotordrehzahl ist durch Pitch ab ca. 4° derart eingebrochen, dass der Heli wie ein Stein zu Boden gefallen wäre. Das Abfluggewicht mit 3000 g war ebenfalls keineswegs möglich.
Der Basic war unter 3400 g nicht abflugbereit zu machen, außer man hätte den Tank ausgebaut.

Ein schwerer Fehler von Robbe war allerdings, die Standard Empfehlung des damals erhältlichen MDS Motor aus russischer Produktion mit 6,5 ccm und einer Leistung von rund 1,05 PS. Dieser Motor war mit diesem Hubraum nicht in der Lage den Basic konstant und kräftig anzuheben, womit ein Schweben nur im Bodeneffekt möglich war. Auch ich verwendete diese Konfiguration und war von dieser Empfehlung sehr enttäuscht.

Hätte ich damals gleich entgegen der Herstelleranweisung einen stärkeren Motor, wie den SuperTigre GS45 mit 7,5 ccm und 1,45 PS eingebaut, wäre der Ärger und ein Absturz erspart geblieben. Robbe hat dies später in seinen Katalogen entsprechend berichtigt.

Es gibt allerdings auch ein Beispiel wo der Moskito Basic sehr wohl mit 6,5ccm zu fliegen ist. Dieses Beispiel habe ich nach Jahren selbst erprobt und muss zu meinem erstaunen berichten, dass der WEBRA FS40 mit 6,5ccm den Basic ausreichend anhebt und den langsamen Rundflug als einwandfrei erfüllt.
Aber auch der FS 40 hat eine Leistungsgrenze und man erfährt sehr schnell seinen Lehrmeister wenn in einer schnelleren Steilkurve Pitch nötig wäre, der Motor aber schon im gemütlichen Rundflug an seine Leistungsgrenze gekommen ist.

Aus heutiger Sicht kann man sagen, dass generell nur 7,5 - 8,5 ccm Motoren verbaut werden sollten. Damit steht genügend Leistungsreserve zur Verfügung und man kann auch einen billigeren Flugmotor anstelle eines speziellen und teueren Helimotor verwenden. 

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Ist der Moskito Anfängertauglich?

Selbstverständlich ist der Moskito Anfängertauglich. Gerade der Basic besticht durch seine Trägheit und sein handzahmes Steuerverhalten. Aber in Zeiten wie diesen ist die Serie der Moskitos bereits überholt und die Ersatzteilbeschaffung mühsam, um nicht zu sagen, beängstigend.

Wer mit einem alten Moskito beginnen möchte, sollte wissen, das es kaum genügend Ersatzteile gibt. Daher rate ich davon ab, trotz eines Schnäppchens den Ur-Moskito als Erstmodell zu wählen. 
Die Zeit des aller ersten Moskito Basic oder Expert ist leider vorbei.

Wer also einen alten Moskito sein Eigen nennen will, sollte Liebhaber oder Sammler sein. Dieser bemüht sich den Heli so gut als möglich im Originalzustand zu erhalten und fliegt bestenfalls ein paar mal im Jahr auf Schau und Flugtagen. Für die heutigen echten Beginner gibt es weitaus billigere Helis am Markt.

Alternativ kann jedoch seit neuestem der Moskito Sport II von MHM Modellbau zum Beginn genommen werden. Dieser ist lieferbar und auch Ersatzteile sind dazu kein Problem.

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Wo kann man neue Ersatzteile beziehen ?

Die Frage der Ersatzteilversorgung ist gerade bei der klassischen Moskitofamilie als kritisch zu beurteilen.
Einzig das Modell Moskito Sport II kann derzeit noch durch einen unabhängigen Händler aus Deutschland bezogen und mit ausreichend Ersatzteilen versorgt werden.

Achten Sie bei Ihrer Suche nach Ersatzteilen vor allem auf die Artikelnummern des ursprünglichen Hersteller Robbe. In fast allen Fällen wurden diese von anderen Anbietern übernommen und sind zur grundsätzlichen Teileermittlung unbedingt erforderlich.

Diese Zusammenstellung dient dem einen oder anderen interessierten Modellbauer als Hilfestellung bei der Restauration seines Moskito. Stellen Sie auch sicher, dass ihr gesuchtes Ersatzteil vielleicht bei der noch in Produktion befindlichen Bausatz Variante Moskito Sport II zu finden ist. Sie haben auch die Möglichkeit über den oben angeführten Teilespiegel zu vergleichen.

Sie erhalten Neuteile bei diesen Firmen und Herstellern sowie Auktionshäusern:

MHM Modellbau, alle in Produktion befindlichen Teile des Moskito Sport II sowie den gesamten Bausatz

Moskito World, viele CNC Tuningteile sowie alternativ Teile aus Stahl, vor allem für die klassische Moskito Serie

ebay, immer wieder OVP verpackte Originalteile, meist zu sehr überhöhten Preisen

willhaben, immer wieder OVP verpackte Originalteile, manchmal zu überhöhten Preisen

 

 

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